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Samstag, 30. November 2013

Mit Jesus kommt die Freude

So, jetzt habe ich das gesamte Apostolische Schreiben des Papstes über die "Freude des Evangeliums" quergelesen und bin einfach nur begeistert. Der Papst benennt, was der Kirche und der Welt von heute fehlt, und weist Auswege aus der Krise, die dann überwunden wird, wenn jeder von uns sein Ja zu Gott erneuert und aus der Freude des Glaubens zu leben beginnt. Für diejenigen, die nicht alle 256 Seiten lesen wollen, hier schon einmal ein kleiner Auszug:

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"Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude...

Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn »niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt«. Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ 


Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben! Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal. Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt!"

Papst Franziskus, APOSTOLISCHES SCHREIBEN "EVANGELII GAUDIUM" ÜBER DIE VERKÜNDIGUNG DES EVANGELIUMS IN DER WELT VON HEUTE (Kap. 1 und 3)

Den gesamten Text gibt es hier: http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.pdf

Noch Fragen, wie man Christus suchen und finden kann? Dann wende dich an die E-Mail-Partner von "Gott in Berlin". Sie können dir vielleicht weiterhelfen auf dem Weg zu einem freudigen Glauben.

Gerhard Lenz

Samstag, 23. November 2013

Unisex-Toiletten statt Familienpolitik

Vortrag von Birgit Kelle gestern Abend im Herz-Jesu-Pfarrsaal in Prenzlauer Berg: Was für ein wertvoller Abend! Zweieinhalb Stunden sprach uns die Mutter von vier Kindern aus dem Herzen, in dem sie sich zur Fürsprecherin der Familien machte, deren Interessen von der Politik so sträflich vernachlässigt werden.
Diskussion mit Birgit Kelle in Berlin, Prenzlauer-Berg
Eingeladen hatten die „Christdemokraten für das Leben e.V.“ (http://www.cdl-berlin.de), die „CDU Prenzlauer Allee“, die „CDU Alt-Pankow“ und die „Junge Union Pankow“. Birgit Kelle stellte ihr Buch „Dann mach doch die Bluse zu vor (mehr dazu hier: http://birgit-kelle.de) und diskutierte anschließend mit den Anwesenden darüber.
Als ihr erstes Kind kam, erzählte die Autorin gestern Abend, beschloss sie, drei Jahre in den Erziehungsurlaub zu gehen. Schnell fand sie sich in der Heimchen-am-Herd-Ecke wieder, war aber in ihrer neuen Rolle als Mutter sehr glücklich. Eine Frau, die sich um ihre Kinder kümmere und auf Karriere verzichte, ernte in unserer Gesellschaft Unverständnis. Der größte Widerstand käme seltsamerweise von Frauen in feministischen Kreisen, die nicht begreifen können, dass jemand gern Mutter sei. Sie verstünden das einfach nicht – möglichweise, weil viele von ihnen nicht selbst Mütter seien.
Birgit Kelle und Stefan Friedrich von den CDL
Auch durch die Politik, so beklagte Frau Kelle, bekämen Mütter, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, kaum Unterstützung, allenfalls für die CSU sei das noch eine Option. Es werde nur noch die neue Rolle der erfolgreichen, berufstätigen Frau unterstützt. Dagegen werde zum Beispiel das Betreuungsgeld als „Herd- oder Verdummungsprämie“ diffamiert, weil Kinder zu Hause mit ihren Müttern „verdummen“ würden.
Wir müssten als Eltern und Frauen dagegen auf die Barrikaden gehen, meinte Frau Kelle. Viele Mütter vermissten die gesellschaftliche Anerkennung für ihre wertvolle Tätigkeit, ihnen gehe es nicht in erster Linie um das Geld, obwohl viele durchaus gezwungen seien, arbeiten zu gehen. Die 150 Euro Betreuungsgeld seien ein Witz, wenn der Staat gleichzeitig lieber 1200 € im Monat für einen Krippenplatz ausgäbe. Mütter bräuchten ein Betreuungsgeld von mindestens 450 € im Monat, damit sie die freie Wahl hätten, in den ersten drei Jahren bei ihren Kindern zu Hause zu bleiben.
Zwei Mütter mit je vier Kindern: Davon müsste es mehr geben.
Die Politik wolle die Familien jedoch in ein neues Gesellschaftsmodell drängen: Du bist nur wertvoll, wenn du Steuern zahlst. Diese Sozialdemokratisierung der Familienpolitik hätte sogar die CDU erfasst und sei von Frau von der Leyen eingeführt worden. Dadurch würden Mütter, die zugunsten ihrer Kinder einige Jahre auf die Berufstätigkeit verzichten, in die Altersarmut gedrängt. Das sei ein Novum in der Menschheitsgeschichte, dass Kinderreichtum zu Altersarmut führe. Dabei funktioniere das staatliche Rentensystem nur durch genügend Kinder.
Doch statt den Zusammenbruch des Rentensystems zu verhindern, kümmere sich die Politik lieber um Randgruppenthemen und richte 150 Gender-Lehrstühle an den Universitäten ein. So hätten die Berliner zwar immer noch keinen neuen Flughafen, aber Unisex-Toiletten. Viel wichtiger seien Demografie-Lehrstühle. Doch die Gender-Lobbygruppen würden sich auch künftig ihre Budgets sichern, um weiter an der „Zerstörung der Familie im klassischen Sinne und der Zerstörung der Ehe von Mann und Frau“ durch „Verwirrung der Geschlechter“ zu arbeiten.
Menschen mit Kindern, die Zeit und Geld in die Zukunft unserer Gesellschaft investierten, beklagte Frau Kelle, würden durch geringere Renten bestraft. Es sei ein gerechteres Rentensystem nötig, das Mütter nicht länger benachteilige. Eine Familie müsse die Freiheit haben, selbst entscheiden zu können, wie sie leben wolle. Es sei ungerecht, Krippenplätze mit 1200 € im Monat zu subventionieren, zwei Drittel der Familien aber jede finanzielle Unterstützung zu verweigern, weil sie keinen Krippenplatz in Anspruch nähmen.
Ihr sei auch unbegreiflich, warum der Staat Tierfutter mit nur 7 % Mehrwertsteuer subventioniere, für Babywindeln aber 19 % verlange. Ebenso verstehe sie nicht, warum Urteile des Bundesverfassungsgerichts zugunsten der Familien seit 23 Jahren nicht umgesetzt würden.
Ich bin sehr froh, dass sich Birgit Kelle so engagiert für die Familien einsetzt. Wer mehr zum Thema wissen möchte, dem sei ihr erfolgreiches Buch empfohlen, das jetzt bereits in dritter Auflage erscheint.
Birgits Bestseller liegt inzwischen bereits in der 3. Auflage vor.

"Es gibt hunderttausende Frauen wie mich in diesem Land. Frauen, die gerne Frauen sind, es gerne zeigen und das auch nicht ständig diskutieren müssen. Und Mütter, die gerne Mütter sind. Sie alle haben in Deutschland keine Lobby. Für sie ist dieses Buch. Als Bestätigung: Lasst euch nicht von eurem Weg abbringen, es ist gut und richtig, was ihr tut. Ihr dürft das! Und hört endlich auf, euch ständig zu rechtfertigen“ (Birgit Kelle).
Gerhard Lenz