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Freitag, 3. Juni 2016

Taub für das Leid der orientalischen Christen

Sabatina James im Gespräch mit Michael Hinz
Sabatina James musste ein Pseudonym als Namen wählen und ist in einem Opferschutzprogramm, weil sie seit ihrer Bekehrung vom Islam zum Christentum nicht nur von ihrer Familie mit dem Tode bedroht wird, sondern auch von Islamisten in Deutschland. Michael Hinz vom Fernsehkanal Phoenix sprach am 27. Mai 2016 mit ihr:
Sabatina war nach Deutschland geflüchtet, um ihre Menschenrechte als Frau wahrzunehmen, muss aber inzwischen feststellen, dass sie hier auch nicht mehr sicher ist, weil „unsere Regierung auch die Täter willkommen heißt“. Die Menschen, die sie bedrohen, dürften weiterhin hierbleiben, so klagt sie. Ihnen geschehe nichts. Inzwischen sei auch die freie Meinungsäußerung über den Islam in Deutschland nicht mehr gewährleistet.
Mit ihrem Verein „Sabatina e.V.“ hilft sie Frauen, die vor der Zwangsheirat flüchten oder wegen ihres Übertritts zum Christentum bedroht werden, und christlichen Flüchtlingen, die in Asylheimen von muslimischen Asylbewerbern angegriffen werden. In ihrem Heimatland Pakistan werden 80 % aller Frauen Opfer islamischer Gewalt und 60 Millionen Kinder würden laut UNICEF-Angaben zwangsverheiratet. Alle 5 Minuten werde ein Christ wegen seines Glaubens getötet, die meisten davon in islamischen Ländern.
Der christliche Glaube in Europa sei jedoch am Zerfallen, vielen Menschen hier sei nichts mehr heilig und das verhindere auch die Integration von Flüchtlingen. In unserer Gesellschaft herrsche ein großes geistiges Vakuum.
Gehört der Islam zu Deutschland?
Die Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehöre, halte sie für unsinnig, denn dann würde auch die Scharia zu Deutschland gehören. Zu Deutschland würden aber die Muslime gehören, die demokratisch sind und unser Grundgesetz anerkennen. Undemokratische, rassistische Muslime sollten aber ihrer Meinung nach in die Herkunftsländer zurückgeschickt werden. Integration könne nur mit Menschen gelingen, die integriert werden wollen: „Wer Frauen betatscht, Schwule klatscht, Juden bepöbelt und Christen angreift, ist kein schutzbedürftiges Opfer, sondern ein islamistischer Täter, der dort hingeschickt gehört, wo er das gelernt hat.“
Muslime dürften hier öffentlich „Juden ins Gas“ schreien oder Videos über Steinigungen veröffentlichen, ohne dass ihnen etwas geschehe. Sie habe sich schon oft die Frage gestellt, warum der antidemokratische Islamismus nicht konsequent bekämpft werde. Vielleicht, weil Erdogan, Katar, Saudi-Arabien und die Emirate unsere Geschäftspartner seien und die Wirtschaftsinteressen vor dem demokratischen Willen der Bevölkerung stünden. Sie verstehe nicht, warum Islamisten in Deutschland bleiben dürften, die Gewalt predigen und ausüben. Ihnen passiere gar nichts. Sie habe keine Illusionen mehr, weil sie den Opfern zuhöre und für sie das Sprachrohr sei.
Islamisten unter Flüchtlingen?
Mit den Flüchtlingen kämen selbstverständlich auch Islamisten in unser Land und wir würden damit eine rassistische und frauenfeindliche Ideologie importieren. Sie habe das Gefühl, die Willkommenskultur gelte nur denen, die sich lautstark Gehör verschafften, während die wirklichen Opfer oft abgelehnt würden. Anträge von christlichen Flüchtlingen aus islamischen Ländern würden systematisch abgelehnt, weil „kein Bezug zu Deutschland“ bestünde. Sie frage sich da, welchen Bezug zu Deutschland dann die anderen Flüchtlinge hätten.
Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung beruhe auf Lügen. Frau Merkel habe bei den arabischen Staaten noch nicht einmal wegen der Aufnahme der Flüchtlinge angefragt. Warum müssten dann alle auf Deutschland und Europa verteilt werden? Wenn wir Islamisten nicht ausweisen, riskieren wir die Menschenrechte und die Demokratie.
Die Kirchen sind taub für das Leid der Christen
Sabatina macht auch den Kirchen und Bischöfen in unserem Land Vorwürfe: Sie hätten bis heute nichts unternommen für ihre Glaubensbrüder, die in den Asylheimen angegriffen worden sind. Manche Bischöfe und Kardinäle seien der Versuchung des Opportunismus erlegen. Es sei ihnen wichtiger, den Leuten nach dem Mund zu reden als ihre Schäfchen zu beschützen und in den Asylheimen zu besuchen. Es sei eine große Verzweiflung bei den Christen in den Asylheimen anzutreffen, weil sie glauben, der Westen sei komplett taub für ihr Leid. Sie würden vernichtet vom Islamischen Staat, das orientalische Christentum sei am Aussterben und es krähe kein Hahn danach. Sogar ihre eigenen Glaubensbrüder lassen sie im Stich: „Ich bin katholisch aus ganzem Herzen, aber das hat mehr mit der Lehre der Kirche zu tun als mit den politischen Meinungen unserer Bischöfe und dem Papst.“

Gerhard Lenz

Samstag, 2. Januar 2016

Sind wir dem Islam gewachsen?

Die klügsten Köpfe der katholischen Kirche seien häufig genug bei den Jesuiten anzutreffen, behauptet DIE WELT in ihrer heutigen Ausgabe. Da ist es sicher kein Zufall, dass ich ausgerechnet heute drei lesenswerte Beiträge von Jesuitenpatres im Netz gefunden habe, die ich euch hier vorstellen möchte:


Sind wir dem Islam gewachsen?
Besorgnis erfüllt viele Bürger wegen der unkontrollierten
Einwanderung von einer Million Muslime 2015
Der erste stammt von Pater Eberhard von Gemmingen und ist in der Süddeutschen Zeitung zu finden. Er stellt Überlegungen an, weshalb sich Schüler und Kultusministerien auch heute noch mit Jesus von Nazareth beschäftigen sollten: Nur durch sein Erbe lasse sich die Geschichte unseres Kontinents verstehen. Das christliche Erbe sei daher nicht nur ein Thema für den Religionsunterricht: «Derzeit macht Mohammed in Europa Karriere. Wir sollen ihn nicht mit Waffen empfangen, sondern mit Argumenten und mit Gedankenfreiheit. Was hätten Voltaire, Kant und Hegel zu tun gehabt ohne den jungen Mann aus Galiläa, mit dem sie einst ringen mussten? Die europäische Philosophie und Geistesgeschichte hätten ohne ihn wenig Denkstoff gehabt und ihre Denker hätten weniger Folianten produzieren können. Und was hätten wir in die Zentren von Köln, Paris und Rom gestellt ohne den Sohn eines Bauhandwerkers aus Galiläa?... Könnten wir nicht mal Adolf Hitler, Martin Luther und Johann Wolfgang von Goethe ein wenig Lernzeit wegnehmen und sie dem Zimmermannssohn aus Nazareth widmen? Hat er nicht auch dafür gesorgt, dass wir einmal in der Woche wirklich frei haben, dass dann Glocken über das Land schallen, dass Weihnachten, Ostern und Pfingsten Ferien sind? Auch in den Kultusministerien. Schön, dass wir jetzt „Mein Kampf“ lesen dürfen. Aber wäre es nicht spannender, die Quellen unserer Verfassung in jenem großen Buch zu suchen, das aus dem Land kommt, wo nach einem alten Versprechen „Milch und Honig“ fließen könnten, wo aber noch zwei Stämme des Herrn miteinander ringen.« In einem Europa, das seine christlichen Wurzeln immer mehr vergisst, wäre das eine lohnende Aufgabe.
Pater Eckhard Bieger ist überzeugt: «2016 gilt weiter: Der Terror ist religiös«. Er meint, im Rückblick auf die Pariser Attentate wäre ein kritischer Blick des Westens auf sich selbst lohnend. Es sei nicht mehr länger möglich zu behaupten, der Terror hätte nichts mit dem Islam zu tun. Eine Kultur des Dialogs reiche nicht aus, um sich mit dem Gewaltphänomen auseinanderzusetzen. Die Christenheit sei auf diesem Gebiet realitätsfremd: «Welche christlichen Prediger erklären den Gottesdienstbesuchern, dass der Unterschied zum Islam nicht in der Verschleierung oder der Burka, in der Geltung der Scharia oder anderen kulturellen Ausdrucksformen besteht, sondern im Gottesbild. Unter theologischen Gesichtspunkten ist der Islam nichts anderes als eine arianische Form der Gottesferne. Gott ist nicht Mensch geworden, sondern thront in einer fernen Welt. Jesus ist auch nicht am Kreuz gestorben, sondern ist mit Maria Magdalena nach Persien gegangen. Der Himmel ist nicht zuerst Erfahrung der Nähe Gottes. Das sexuelle Begehren bleibt deshalb die höchste Erfahrung und wird endlich erfüllt. Die verwaschene Form des europäischen Christentums ist offensichtlich nicht mehr in der Lage, den Dialog dort mit dem Islam zu suchen, wo es um die zentralen religiösen Fragen geht.«

Der Philosoph und Jesuit Michael Bord nimmt in DER WELT zum «Verfall der demokratischen Diskussionskultur« in unserem Land Stellung, sieht aber noch Hoffnung für unsere verweltlichten Kirchen: «Eine Zukunftschance gebe ich den Kirchen, wenn sie zu einem Ort werden, an dem Menschen Spiritualität, Tiefe und Hoffnung erfahren können. Das bedeutet, dass Priester, Pfarrerinnen, Gemeindereferenten vor allem selbst spirituelle Menschen sein müssen. Man muss spüren können, dass sie aus einer tiefen Verwurzelung in Gott heraus leben. Wir brauchen in den Kirchen keine verhinderten Politiker, keine Sozialarbeiter, keine Moralisten, sondern vor allem , spirituelle Menschen, die anderen Menschen helfen können, ihre eigene innere Heimat zu finden. Damit so etwas nicht fundamentalistisch und frömmlerisch wird, braucht es noch ein zweites: Bildung. Aus einer solchen tiefen Spiritualität verbunden mit geistiger Auseinandersetzung heraus entspringt dann auch alles kreative gesellschaftliche Engagement. Die Nächstenliebe ist dann eine Antwort, keine ethische Forderung.«

Donnerstag, 30. Juli 2015

Alkohol löst keine Probleme

„Oh Alkohol, oh Alkohol,
dass du mein Feind bist, weiß ich wohl.
Doch in der Bibel steht geschrieben,
du sollst auch deine Feinde lieben!“
Solche und ähnliche Sprüche werden gern zitiert, um den (täglichen) Alkoholgenuss zu rechtfertigen. Gern wird auch in der Verkleinerungsform gesprochen: Man gönnt sich ein, zwei „Gläschen“ Wein, ein „Feierabendbierchen“ oder „Schnäpschen“ und gesteht sich nicht ein, dass man bereits auf dem Weg in die Sucht ist.
Alkohol gehört zum gesellschaftlichen Leben dazu und man wird schnell ausgegrenzt, wenn man da nicht mitmachen will: „Man darf heute mit gesellschaftlicher Akzeptanz rechnen, wenn man sich als Marxist outet oder als Börsenzocker, als Veganer, Nudist, Sadomaso-Fan, Buddhist oder Kokser. Jeder, wie er will. Nur den Alkohol verweigern, das darf man nicht“ (FAZ).
Natürlich gibt es ein maßvolles, genussvolles Trinken hin und wieder und sogar Jesus hat Wein getrunken und auf der Hochzeit zu Kana für Nachschub gesorgt (Johannes 2, 1-12). Doch der Weg in die Sucht ist nur wenige Gläser entfernt. Vermutlich zehn Millionen Menschen in Deutschland trinken täglich mehr, als ihnen guttut; etwa 1,8 Millionen sind bereits alkoholkrank. 74.000 von ihnen kostet der Alkohol jährlich das Leben. Noch nicht mitgezählt sind dabei die vielen Süchtigen, die aus Verzweiflung sich früher oder später ihr Leben nehmen.
So war es auch bei Andreas, einem ehemaligen Feuerwehrmann, der zuletzt drei Flaschen Weinbrand pro Tag brauchte, um zu funktionieren. Schnell gehörte er zum „Bodensatz der Gesellschaft“: Er verlor seinen Job, die Ehe wurde geschieden und dann war auch die Wohnung futsch und er musste auf der Straße leben. Nach einem epileptischen Anfall mit Herzstillstand erklärte seine Ärztin ihm: „Andreas, wir sehen uns das letzte Mal!“
Das war ein Schock für ihn und er schrie nach Jesus, der ihn aus seinem Elend befreite. Heute rät er jedem aus tiefstem Herzen: „Fang an! Falte die Hände! Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben! Geh zu Jesus! Er heißt Heiland... Er macht dich heil, egal, was du gemacht hast! Lege Jesus das hin, was dich zerstört und andere zerstört! Lebe mit ihm! Lass ihn das Ruder in die Hand nehmen! Ihm ist nichts unmöglich!“

Wie das geht? Wir sind für dich da: http://www.GottinBerlin.de/kontakt.